Fortbildungstag Deutsch
„Deutsch, was denn sonst!? – Schülerinnen und Schüler für das Fach Deutsch begeistern“
Ankündigung
Am 3. November lädt die Lehramtsausbildung Deutsch an der Hogeschool Windesheim zum jährlichen Fortbildungstag Deutsch ein. Eingeladen sind Studierende, Alumni, Lehrkräfte und Fachcoaches der Sekundarstufe 1. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Thema:
„Deutsch, was denn sonst!? – Schülerinnen und Schüler für das Fach Deutsch begeistern“
Der Fortbildungstag widmet sich der Frage, wie Motivation für das Fach Deutsch und die modernen Fremdsprachen im schulischen Kontext nachhaltig gestärkt werden kann. Den Auftakt bildet die Keynote von Marije Michel, Professorin für Sprachenlernen und Zweitspracherwerbsforschung an der Rijksuniversiteit Groningen. Sie zeigt auf, warum es gerade heute in allen Schulformen wichtig ist, Deutsch zu lernen und zu unterrichten – trotz oder gerade wegen gesellschaftlicher und bildungspolitischer Veränderungen.
Im Anschluss wählen die Teilnehmenden aus praxisnahen Workshops, die konkrete Impulse für einen motivierenden, kompetenzorientierten und aktivierenden Unterricht bieten.
Programm
| Zeit | Aktivität |
|---|---|
| 09:30 Uhr | Begrüßung und Eröffnung |
| 09:45 Uhr | Keynote van Marije Michel: "Deutsch, was denn sonst!?" |
| 11:00 Uhr | Workshoprunde 1 |
| 12:30 Uhr | Mittagspause |
| 13:15 Uhr | Workshoprunde 2 |
| 14:45 Uhr | Abschluss bei Kaffee und Kuchen |
Eine Stornierung ist bis spätestens 21 Tage vor Beginn der Veranstaltung möglich. Hierfür berechnen wir eine Stornierungsgebühr von 25 Euro. Bei einer Stornierung innerhalb van 21 Tagen vor Beginn der Veranstaltung können wir die Anmeldegebühr nicht erstatten.
Keynote
Deutsch, was denn sonst!?
Der schulische Fremdsprachenunterricht steht seit einigen Jahren unter zunehmendem Rechtfertigungsdruck – nicht zuletzt durch gesellschaftliche Veränderungen und den Einfluss digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz. Besonders das Fach Deutsch gerät dabei immer wieder in den Fokus öffentlicher Debatten. Kaum ein Jahr vergeht, ohne Diskussionen darüber, ob der Deutschunterricht noch zeitgemäß, relevant und wirksam ist. Auch innerhalb der Schulen erleben Deutschfachschaften und die modernen Fremdsprachen mitunter eine Verschiebung ihrer Bedeutung im Vergleich zu Kernfächern und den Naturwissenschaften. In dieser Keynote zeigt Marije Michel aus wissenschaftlicher und praxisnaher Perspektive, warum es gerade heute wichtig ist, Deutsch zu lehren und zu lernen. Die Antwort auf die Frage „Warum eigentlich Deutsch?“ lässt sich klar zusammenfassen: Deutsch – was denn sonst!?
Marije Michel ist Professorin für Sprachenlernen und Zweitspracherwerbsforschung an der Rijksuniversiteit Groningen (RUG).
Ort und Zeit
Der Fortbildungstag findet am 3. November ab 09:30 Uhr im Raum X190 in Zwolle statt.
Abschluss
Der Fortbildungstag endet mit einem informellen Ausklang bei Kaffee und Kuchen und bietet Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.
Workshoprunde 1
-
-
1. Warum lernen und lehren wir eigentlich noch Deutsch? Fremdsprachen stärken – gemeinsam Zukunft gestalten
Susanne Görlich, Fachdidaktikerin und Programmkoordinatorin Deutschlehrkräftebildung, Hogeschool van Amsterdam (HvA)
Marije Michel, Professorin für Sprachenlernen und Zweitspracherwerbsforschung, Rijksuniversiteit Groningen (RUG)
In diesem Workshop wird diskutiert, wie das Fach Deutsch und die modernen Fremdsprachen im schulischen Gesamtkontext stärker sichtbar und nachhaltig verankert werden können. Im Mittelpunkt stehen Strategien für Fachgruppen, um sprachliche Bildung stärker im Curriculum zu positionieren und schulische Sprachprofile gezielt weiterzuentwickeln. Anhand von Good-Practice-Beispielen sowie sprach- und fächerübergreifenden Initiativen werden konkrete Ansätze für die Unterrichts- und Schulentwicklung vorgestellt. Der Workshop ist Teil der landesweiten Initiative „Gebt uns eine*n Studi! – Gemeinsam für eine Zukunft des Deutschunterrichts in den Niederlanden“, in der sich alle niederländischen Hochschulen und Universitäten mit Deutschstudiengängen zusammengeschlossen haben. Ziel ist es, die Bedeutung des Faches sichtbar zu machen und Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen nachhaltig dafür zu begeistern.
-
2. Blick auf die Mauer – Zeitzeugengespräche im Deutschunterricht
Trixi Hölsgens, Duitsland Instituut Amsterdam (DIA)
Das Projekt „Blick auf die Mauer“ des Duitsland Instituut Amsterdam eröffnet einen lebendigen Zugang zur Geschichte der deutschen Teilung. In diesem Workshop zeigt die Projektleiterin, wie Zeitzeugengespräche sinnvoll in den Deutschunterricht integriert werden können, um historische Inhalte erfahrbar zu machen und zugleich sprachliche Lernprozesse zu fördern. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten aus ihrem Leben in der DDR und der Zeit der deutschen Teilung, treten mit Schülerinnen und Schülern in Dialog und beantworten deren Fragen. Darüber hinaus werden didaktische Materialien vorgestellt, die eine strukturierte Vorbereitung und Nachbereitung der Gastbegegnungen ermöglichen.
-
3. Die neuen Kernziele im Deutschunterricht praxisnah umsetzen
Katarzyna Hoffmann, Dollard College Campus Winschoten
Dieser Workshop zeigt, wie sich die neuen Kernziele des Deutschunterrichts aktivierend und motivierend umsetzen lassen. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Sprachlernen mit Literatur, Kultur und Demokratiebildung (burgerschap). Darüber hinaus werden internationale und grenzüberschreitende Projekte vorgestellt, die authentische Kommunikationsanlässe schaffen und interkulturelle Kompetenzen fördern.
Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele erhalten die Teilnehmenden Impulse für die eigene Unterrichtspraxis und reflektieren Möglichkeiten, Demokratiebildung als integralen Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts zu verankern. Der Workshop verbindet theoretische Grundlagen mit erprobten Materialien und direkt einsetzbaren Praxisimpulsen.
-
Workshoprunde 2
-
-
4. Deutsch lernen mit Begeisterung
Vivien Simmang, Mach-mit!-Projekt, ehemalige Mitarbeiterin des Duitsland Instituut Amsterdam
Dieser Workshop widmet sich der Frage, wie Schülerinnen und Schüler in der Unterstufe für das Fach Deutsch begeistert werden können. Vorgestellt werden Projekte, Materialien und Unterrichtsformate, die insbesondere Lernende im Anfangsunterricht motivieren und langfristig binden. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Beispiele, die Sprach- und Kulturbewusstsein mit kommunikativen Lernsettings verbinden. Darüber hinaus wird diskutiert, wie besonders motivierte Schülerinnen und Schüler dazu ermutigt werden können, Deutsch auch im Rahmen ihrer Profilwahl weiterzuführen. Der Workshop ist Teil der landesweiten Initiative „Gebt uns eine*n Studi! – Gemeinsam für eine Zukunft des Deutschunterrichts in den Niederlanden“.
-
5. Literatur im Deutschunterricht – aktueller denn je
Elisabeth Lehrner, Hogeschool Windesheim
Literarische Texte bieten vielfältige Möglichkeiten für einen motivierenden und kompetenzorientierten Deutschunterricht. Dieser Workshop zeigt, wie literarisches Lernen bereits in der Unterstufe sinnvoll angebahnt werden kann. Im Zentrum steht eine Unterrichtssequenz auf dem Niveau A2/B1, in der Figurenarbeit als zentraler Zugang zur Textarbeit genutzt wird. Anhand der Jugendromane Was wir dachten, was wir taten und Erebos (in vereinfachten Fassungen) werden kommunikative, kreative und produktionsorientierte Aufgaben vorgestellt. Diese fördern Empathie, Perspektivwechsel sowie argumentatives Sprechen und lassen sich direkt im Unterricht einsetzen.
-
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Elisabeth Lehrner: EM.Lehrner@windesheim.nl(opent in nieuw tabblad)
Neem contact met ons op
-
Bereikbaarheid
Op werkdagen tussen 09.00 en 17.00 uur